Sonntag, 21. Juni 2015

Zwischen Liebe und Streit - After Love | Rezension

Buch: After Love
Autorin: Anna Todd
Verlag: Heyne
Seitenanzahl: 942 Seiten
Form des Buches: Taschenbuch
Preis: 12,99 €

Klappentext:

Gerade als Tessa die wichtigste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat, ändert sich alles. Die Geheimnisse in ihrer Familie und der Streit darüber, wie ihre Zukunft mit Hardin aussehen soll, bringen alles ins Wanken. Zudem schlägt Hardin immer noch um sich, anstatt Tessa zu vertrauen, und der Kreislauf aus Eifersucht, Zorn und Verschmelzung wird immer zerstörerischer. Noch nie hatte Tessa so intensive Gefühle, war so berauscht von einem Menschen. Aber reicht die Liebe allein?

Cover:
Das Cover ist – wie der erste und zweite Teil – schlicht und einfach gestaltet. Aber mich überzeugt es, denn es steht für mich auch zu diesem Kontrast den Tessa und Hardin abgeben.

Protagonisten:

Tessa – Sie entwickelt sich über das Buch weiter und stellt sich auch mal gegen die Entscheidungen die Hardin für sie treffen will. Am Anfang des Buches versucht sie noch alle Probleme die Hardin verursacht hat zu regeln, aber im Laufe der Geschichte verändert sich ihre Einstellung. Sie fordert Hardin heraus, zwingt ihn dazu, sich zu verändern/verbessern, wenn er sie nicht ganz verlieren will. Sie beginnt trotz der Startschwierigkeiten, die Hardin verursacht hat, ein „neues“ Leben und fühlt sich trotzdem nicht ganz wohl.
Hardin – Er ist im ersten Teil des Buch rücksichtslos und egoistisch. Er versucht alles, um Tessa zum bleiben zu überreden, während sie dagegen anzukämpfen versucht. Er lügt und verletzt sie immer wieder, schreckt vor nichts zurück, um sie davon abzuhalten nach Seattle zu ziehen. Er kann oder will nicht verstehen, dass Tessa eigenständig sein muss, um an seiner Seite sein zu können. Seine Eifersucht ist überwältigend, wenn auch zu einem bestimmten Teil verständlich. Trotzdem ist seine Reaktion auf seine Eifersucht nicht gerechtfertigt.
Im zweiten Teil des Buches erlebt man eine Wendung an ihm, die man nicht von ihm erwartet. Er kämpft gegen seine eigene Wut und Angst an, während er den „Abstand“ von ihr versucht zu akzeptieren. Er versucht gleichzeitig Dinge (die an dieser Stelle zu viel verraten würden) für Tessa zu regeln, erzählt ihr aber so viel, dass sie ihn erst einmal machen lässt. Die Veränderung an Hardin zu beobachten ist ein wahres Wunder.
Zed – Einerseits kann man seine Aktionen in Bezug auf seine „Gefühle“ für Tessa verstehen. Andererseits kann er nicht verstehen, wie Tessa und Hardin zueinander stehen und kennt nur die schlimmsten Dinge in deren Beziehung. Er sieht nicht, dass Hardin in der Gegenwart ein anderer Mann ist, als in deren Vergangenheit. Er weiß nicht, dass Tessa von Hardins gesamter Vergangenheit weiß, weswegen er immer wieder versucht sie in seine Arme zu treiben.
Steph – Sie ist nicht die Person, die man in den letzten zwei Teilen kennengelernt hat. Natürlich stellt man sich die Frage, warum sie als Freundin Tessa nicht alles erzählt hat, was Hardin macht, aber andererseits macht man sich nicht so viele Gedanken darüber, denn immerhin ist Steph auch Hardins „beste“ Freundin gewesen. Sie hätte sich in diesem Moment in einem Dilemma befunden, wenn sie nicht ganz andere Absichten verfolgt hätte.
Landon – Die Konstante in Tessas Leben. Genauso wie seine Beziehung zu Dakota perfekt erscheint. Aber am Ende bekommt man einen kleinen Eindruck, dass auch seine Welt nicht perfekt ist.
Richard (Tessas Dad) – Am Anfang scheint er einfach nur ein Mann zu sein, der seine Tochter kennenlernen will, nachdem er Jahre nicht für sie da war. Er schien nur gute Absichten zu hegen. Irgendwann im Laufe des Buches wird sein wahres Problem sichtbar und zeigt eine etwas andere Seite von ihm. Trotzdem wirkt er hilflos und es wird jeden sicherlich wundern, dass Hardin ihm hilft.
Carol (Tessas Mum) – Sie ist kontrollsüchtig und immer „perfekt“. Aber als man mehr aus ihrer Vergangenheit erfährt, merkt man, dass sie damals jemand anderes war, was sie jetzt mit aller Macht versucht zu überspielen. Gleichzeitig möchte sie ihre Tochter vor den „gleichen“ Fehlern bewahren, was sie nur gegen eine Wand laufen lässt.
Trish (Hardins Mum) – Obwohl dieser Teil um die Familiengeschichten der Eltern von Hardin und Tessa gehen sollte, ist Trish darin zu kurz gekommen. Die letzten fünfzig Seiten dieses Buches haben sich ein wenig um deren Geschichte gedreht, aber es ist in der Wut untergegangen.

Meine Meinung:

Dieser Teil der After-Reihe hat nicht mehr so viele Hoch und Tiefs, wie die vorherigen Teile, was für mich ein positiven Effekt hatte. Trotzdem ist von der Spannung, die die vielen Streits in „After Passion“ und „After Truth“ aufgebaut haben, nicht verloren gegangen, denn dafür passiert zu viel. Lange Zeit hat man noch mit dem besitzergreifenden, egoistischen und eifersüchtigen Hardin zu tun, was bei Tessa immer mehr auf Gegenwehr stößt. Sie geht und bringt Hardin so dazu, sich zu verändern. Er möchte endlich besser für sie werden und nicht mehr verletzend zu ihr sein. Er hilft ihrem Vater, sucht ein Ventil für seine Wut und führt mit ihr Gespräche, die vorher mit Streit und Geschrei geendet hätten. Er respektiert bis zu einem bestimmten Punkt, den Abstand, den sie von ihm gefordert hat und beginnt endlich, ihr nichts mehr zu verheimlichen. Aber durch diese unsichere Situation, ist seine Angst Tessa zu verlieren stärker und die Selbstzweifel und die Schuld – die er sich an allem gibt – erstickt ihn. Worte von Steph und anderen nagen an ihm, Albträume beherrschen seine Gedanken und sein einziger Anker ist Tessa. Seine Einstellung verändert sich, so länger er von Tessa getrennt ist, was für mich ein Zeichen war, dass sie es vielleicht doch noch schaffen können. Gleichzeitig lernt er langsam – wenn auch nicht vollständig – dass Tessa die Freiheit braucht und selbstständig sein muss.
Tessa verändert sich in diesem Buch genauso wie Hardin. Sie lernt sich gegen Hardin zu behaupten, lebt ihren Traum und wird sich ihrer Gefühle für Hardin sicherer. Sie wird stärker und selbstbewusster, gleichzeitig lernt sie Hardin mehr vertrauen zu schenken. Aber sie muss auch lernen, dass nicht jeder der zu sein scheint, wer er vorgibt zu sein.
Schlussendlich bringt jede Situation Hardin und Tessa enger zusammen, was eine wirkliche Wendung in der Geschichte ist. In den ersten beiden Teilen hat jede Aktion die beiden voneinander getrennt und jetzt lernen sie, miteinander zu reden. Trotzdem hat Hardin seine kurzen Phasen, wo er distanziert ist, aber er merkt selber, dass es ihn nicht weiterbringt. Tessa drängt ihn nicht mehr allzu sehr, was bei Hardin genauso Wirkung zeigt.
Es gibt noch immer offene Fragen, was Neugier auf den letzten Band der Reihe schürt und schlussendlich die Frage, ob Hardin und Tessa ihre Beziehung weiter festigen können.

Fazit:

Ein Buch, was Spaß macht zu lesen, denn es fehlt nicht an Spannung. Dem schon die ersten zwei Teile gefallen haben, wird auch dieser Teil gefallen.

Von mir 4/5 Sterne, da auf vieles angespielt wird, aber sich noch nicht aufgelöst hat. Aber denke dafür gibt es den vierten Teil :) Und damit noch Luft nach oben!!

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