Erstes Nikolaus als Familie | Weihnachtsspezial von "Campus Liebe" #1

Haay :),
heute ist Nikolaus und da ich gerade nicht kreativ bin (mir geistert so viel anderes im Kopf herum), sodass ich euch das Nikolauskapitel aus dem letzten Weihnachtsspezial von „Campus Liebe“ vorstellen möchte. Hier kommt ihr zum ganzen Weihnachtsspezial :) Viel Spaß beim Lesen :)




Erstes Nikolaus als Familie

Isas Sicht:

Wir haben in den letzten Tagen wirklich Unglaubliches geschaffen und ich bin schon gespannt, wie Levi und Louis darauf reagieren werden. Wir haben im Internet geforscht, um den Kindern ein außergewöhnlichen Nikolaus zu bereiten und haben von einer Stadt in der Schweiz gelesen, die eine Nikolauswerkstatt veranstalten, wo die Kinder Lebkuchen backen können, oder auf dem Esel vom Nikolaus reiten dürfen. Dazu würde der Nikolaus und seine Helfer erscheinen und man würde bis spät in die Nacht feiern. Anschließend wandern alle mit Laternen in die Kirche zu einer vorweihnachtlichen Feier.

Genau das haben wir in den letzten Tagen zu organisieren versucht und bis auf den Nikolaus haben wir alles zusammen bekommen. Eine große Hütte im Wald, wo ein Ofen steht und genug Platz für Tische und Stühle ist, haben wir gefunden. Wir haben sogar einen Esel für einen Tag bekommen. Mehrere Helfer, die sich als Elfen oder Engel verkleiden, aber niemand hat sich bereiterklärt den Nikolaus zu spielen.

Muss das wirklich sein?“, fragt Edward grummelnd, als er aus der Dusche steigt und sich ein Handtuch um die Hüfte wickelt.

Du wirst den Kindern eine Freude machen.“, sage ich lächelnd und schreite auf ihn zu.

Aber muss das unbedingt als Nikolaus sein?“, fragt er noch mal nach.

Ja, Edward Cullen. Es muss als Nikolaus sein.“, sage ich knurrend. Kopfschüttelnd verlasse ich das Schlafzimmer, um die Schatzkarte in den Stiefel zu stecken und mich dann ins Kinderzimmer zu begeben. Als ich den Raum betrete, sitzt Levi kerzengerade in seinem Bett und krabbelt schon herunter, als die Tür gerade ganz geöffnet ist.

Langsam.“, sage ich tadelnd, aber das nimmt er gar nicht wahr und springt mir in den Arm. „Langsam.“, wiederhole ich lachend, weil es einfach so süß ist.

War der Nikolaus da?“, fragt er ganz aufgeregt und will sofort runter, um nach seinem Stiefel zu schauen.

Was wenn ich dir sage, er hat sich verspätet?“, frage ich ihn neckend und sofort zieht er einen Schmollmund.

Gar nicht schön.“, sagt er grummelnd und ich stelle ihn auf die Füße.

Dann gehe mal schauen, vielleicht habe ich mich auch geirrt.“, sage ich lächelnd und folge ihm langsamer, damit er Zeit hat, nachzuschauen.

Mummy.“, kreischt es nur Momente später und Levi kommt mit der Schatzkarte wieder hineingestürmt.

Was hast du denn da?“, frage ich ihn und er faltet das vergilbte Papier auseinander.

Eine Karte.“, sagt er aufgeregt und schaut mich freudestrahlend an.

Dann schauen wir uns das mal zusammen an.“, sage ich lächelnd und ziehe ihn mit mir zur Couch, wo wir uns das in aller Ruhe anschauen können.

Das Haus.“, ruft Levi aus, als er den roten Punkt an dem Haus bemerkt, der unseren Standpunkt symbolisiert. Dann deutet er auf den Wald, wo ein weiterer roter Punkt zu erkennen ist.

Was ist da?“, fragt er aufgeregt nach. Daneben ist noch eine Uhr abgebildet, wo der große Zeiger auf die 12 und der kleiner dahinter verborgen ist.

Das werden wir später herausfinden.“, sage ich lächelnd und er runzelt die Stirn.

Später?“, fragt er nach und ich nicke ehrlich. Ich deute auf die Uhr im Bild und er schmollt mich regelrecht an. Wir wären gerne früher dorthin gegangen, aber die Helfer müssen noch alles aufbauen und das kostet ein wenig Zeit, was wir jetzt irgendwie überbrücken müssen. Zudem muss Edward jetzt auch noch früher los, da er als Nikolaus vor Ort sein muss, wenn die Kinder eintreffen.

Vielleicht hat der Nikolaus dich zu ihm in die Werkstatt eingeladen.“, versuche ich ihm ein Lächeln zu entlocken.

Glaubst wirklich?“, fragt er mit leuchtenden Augen und einem ebenso tiefen Lächeln, was Edward auch so gut drauf hat.

Wer weiß, mein Liebling.“, lächele ich entspannt und ziehe ihn zu mir, um ihn zu kitzeln. Er kreischt und schreit und versucht sich meinem Griff zu entwinden, aber ich halte ihn einfach nur fester.

Edward erscheint mit einer Kleiderhülle in der Tür und beobachtet die Szene lächelnd. Als ich ihn frech angrinse, zieht er nur eine breite Schnute. >Ich liebe dich<, forme ich mit meinen Lippen und er haucht mir einen Luftkuss entgegen.

Aufhören.“, ruft Levi auf und quietscht auf, als ich eine besonders kitzelige Stelle erwische.

Du denkst doch nicht mehr an den Nikolaus, also habe ich mein Ziel erreicht.“, grinse ich und lasse ihn los. Er fällt nach Luft japsend zurück.

Gegen Mittag...

Louis hat noch fast zwei Stunden geschlafen, was mir Zeit mit Levi gegeben hat. Wir haben gefrühstückt und uns fertig gemacht. Ich habe Levi eine Geschichte von meiner Kindheit erzählt, wo der Nikolaus uns im Kindergarten besucht hat. Ich habe ihm dabei nicht verschwiegen, dass ich Angst vor dem graubehaarten Mann hatte. Mein Sohn hat genau das abgestritten, den wenn er keine Angst hat, dann dürfte ich auch keine Angst vor diesem Mann haben. Ich habe ihn in diesem Glauben gelassen, warum sollte ich sein Weltbild auch so früh zerstören wollen. Besonders weil dieses Mal Edward der Nikolaus ist, also warum sollte ich Angst vor ihm haben?

Levi läuft nun vor mir her, die Karte fest zwischen seine behandschuhten Hände und er schaut konzentriert auf die Karte und auf den Weg vor ihm. Inzwischen haben wir zusammen herausgefunden, dass wir in einen Wald müssen und ich habe eine Stadtkarte bei Google Maps aufgerufen. Levi hat alle Wälder gezählt und wir haben im Ausschlussverfahren, diesen Wald – in dem wir jetzt sind – als einzige Möglichkeit in Betracht gezogen. Zudem wäre ein Wald am anderen Ende der Stadt total falsch, wenn es nach der Karte, die wir haben nicht sehr weit weg von uns zuhause ist.

Da. Mummy, schau mal.“, ruft Levi fünf Minuten später aus, als die relativ große Hütte zum Vorschein kommt. Durch die Fenster scheint Licht und ein großer Schatten stolziert auf und ab. Edward.Louis habe ich auf dem Arm getragen, weil der Buggy nicht für den Wald geeignet ist und es doch so einfacher ist, obwohl er schon ziemlich schwer ist, um ihn länger zu tragen. Ihm gefällt es jedoch, was unschwer zu erkennen ist. Ein riesengroßes Grinsen ziert sein Gesicht, während die Hände sich in mein Oberteil graben.

Ist das denn unser Ziel?“, frage ich ihn unwissend und er schaut wieder auf seiner Karte, schaut unseren Weg zurück und dann wieder zu der Hütte.

Das ist es.“, sagt er dann überzeugt und lächelt mich stolz an. Natürlich hat er mich vorhin gefragt, wo Edward hin ist, aber das er arbeiten muss, hat ihn schnell wieder auf sein eigentliches Interesse konzentrieren lassen.

Vielleicht triffst du jetzt den Nikolaus.“, sage ich grinsend und ein wenig Angst huscht über sein Gesicht, bevor er es wieder unter Kontrolle hat.

Dann mal los.“, sagt er und stampft weiter auf die Hütte zu. Ich folge ihm etwas langsamer und kann aus einer anderen Richtung, ein Kind ausmachen, was ebenfalls mit einer Karte bewaffnet auf die Hütte zu stampft. Entschlossen scheint sie nicht mal auf die Rufe ihrer Mutter zu hören.

Hallo, Mrs. Clartens.“, rufe ich über ihre Rufe hinweg und als sie mich erblickt, lächelt sie mich freundlich an.

Oh, hallo Miss Swan.“, ruft sie zurück und schreit dann ihre Tochter erneut an. Diese hat aber nun Levi entdeckt und läuft auf ihn zu.

Lassen sie sie doch. Es kann doch nichts passieren.“, sage ich ehrlich und ich sehe ihr an, wie sie die Augen verdrehen will. Sie ist ein paar Jahre älter als ich und hat vermutlich selbst eine andere Erziehung genossen, weswegen sie ihre Tochter in Schach halten will. Aber solch eine Schatzsuche hat nun mal etwas aufregendes an sich und die Kinder sollten sich dabei amüsieren und kein schreiendes Etwas hinter sich herlaufen haben.

Das sagen sie so einfach.“, sagt sie aber einfach nur und lässt ihre Tochter nun in Ruhe. Die Kinder sind unterdessen an der Tür angekommen und klopfen höflich, wie ich Levi kenne an die Tür und warten darauf, dass jemand ihnen diese öffnet.

Formvollendet und in Montur öffnet Edward die Tür selbst, der Bart ein wenig schief auf seinem Gesicht. Die Mütze tief in sein Gesicht verzogen, um das Erkennen für Levi unmöglich zu machen. Die Perücke aus weißen Haar reicht ihm bis auf den Rücken und der dicke schwere Mantel ist genau passend in rot und weiß. Schwarze Stiefel runden das Bild ab.

Da seid ihr schon.“, sagt Edward in einer entsprechenden tiefen Stimme und ich hätte sie fast nicht wiedererkannt, wenn ich nicht wüsste, wer sich hinter dem Kostüm versteckt. Die Kinder kreischen auf und stürmen auf uns zu. Levi versteckt sich hinter meinen Beinen. Ich muss ein wenig lachen, weil er mir vorhin noch glaubhaft vermittelt hat, dass er keine Angst hätte.

Das ist nicht witzig. Er ist so groß und alt.“, sagt Levi versteckt hinter meinen Beinen und Edward hat die Worte gehört. Seine Augen sind fassungslos aufgerissen und starren Levi ein wenig beleidigt an, wendet sich dann aber an das Mädchen, die nicht ganz so weit weggelaufen ist.

Hallo du, wie heißt du denn?“, fragt Edward freundlich und Levi klammert sich nur fester an mein Bein. Louis dagegen lehnt sich nach vorne und streckt die Hand aus. Kann er etwa Edward hinter dem Kostüm erkennen?

Lisa.“, sagt diese schüchtern und ein wenig zittrig.

Ein hübscher Name.“, sagt Edward lächelnd und hält ihr die Hand hin. Schüchtern geht sie auf ihn zu und nimmt seine Hand kurz entgegen.

Danke.“, sagt Lisa ehrlich und ein kleines Lächeln erscheint auf ihrem Gesicht.

Dann herzlich Willkommen in meiner Werkstatt. Schau dir alles an und hinter der Werkstatt ist ein Helfer von mir, der dich bestimmt kennenlernen möchte.“, sagt der Nikolaus nun lächelnd und das Mädchen nickt. Sie geht mit ihrer Mutter zur Tür und verschwindet dahinter. Durch das Fenster kann man manche Helfer erkennen, besonders auffällig ist die Verkleidung zum Engel, denn die Flügel nehmen viel Platz ein und sie wird sicherlich aufpassen müssen, nichts umzuschmeißen.

Edward wendet sich nun zu uns und zu Levi, der die Szene beobachtet hat, trotzdem traut er sich nicht hinter meinen Beinen hervor.

Du brauchst keine Angst vor mir zu haben.“, sagt Edward lächelnd und kommt ein paar Schritte auf uns zu.

Dada.“, sagt Louis und streckt sich noch weiter nach vorne. Er hat Edward wirklich unter dem Kostüm erkannt. Ich hoffe, Levi ist viel zu sehr damit beschäftigt, seine Angst zu überwinden, als zu bemerken, dass Louis seinen Vater erkannt hat. Hätte man sich aber auch denken können.

Rosalies Sicht:

Ich habe mich wirklich dazu überreden lassen, als Engel in der Werkstatt des Nikolauses mitzuhelfen. Die Flügel sind um meine Schultern und Hüften geschlungen und zerren an meinem Rücken, was unglaublich schmerzt. Aber was macht man nicht alles für die Kinder. Ich freue mich darauf, Levis Blick zu sehen, wenn er das hier alles sieht. Gerade ist ein Mädchen mit ihrer Mutter hereingekommen und hat sich alles staunend angeschaut. Schließlich hat sie sich an den Tisch gesetzt, wo Alice Deko Schmuck für die Wohnung bastelt. Alice hat sich passend zu ihrer Rolle Elfenohren auf die Ohren gesetzt und trägt ein grünes passendes Kleid. Jetzt aber schaue ich aus dem Fenster, wo Edward – im Nikolauskostüm –, Isa und die Kinder stehen. Levi hat sich hinter Isas Beinen versteckt und schaut ein wenig ängstlich um die Beine herum, um Edward anzuschauen. Schlussendlich hat Edward es geschafft und Levi hat sich getraut wenigstens mal in die Hütte zu kommen. Irgendwann ist die Angst verflogen und er hat sich zu Kelly gesetzt, die sich um das Ausstechen von Lebkuchen kümmert. Mit der Zeit kommen immer mehr Kinder an und die allgemeine Angst vorm Nikolaus verschwindet und Edward kann sich recht frei bewegen, ohne von den Kindern gewonnenes Vertrauen wieder zu verlieren.

Der Nachmittag vergeht und sogar der Esel hat sich schlussendlich ausgezahlt, so oft wollten die Kinder auf dem Esel durch den Wald reiten. Die Hütte läuft von Weihnachtsschmuck und Lebkuchen über, es hat den feinen Duft von Zimt und Bratapfel angenommen, was alles in einen unglaublichen Tag getaucht hat.

Der einzige, der Edwards Maskerade enttarnt hat, ist wohl Louis, aber er ist auch Edwards Sohn und da spürt er es auf einer anderen Ebene, wenn sein Vater in der Nähe ist. Aber das war überhaupt nicht schlimm. Isa hat Louis einfach immer abgelenkt und so hat Levi gar nichts davon mitbekommen. Er hat sich immer mehr entspannt und hat schlussendlich auch mit Edward geredet, als wäre er wirklich der Nikolaus. Er hat ihm erzählt, wie er sich Weihnachten vorstellt, was er sich wünscht, aber besonders schön war es, als er Edward erzählt hat, wie er das Leben als Familie genießt. Edward bekommt einen Einblick in Levis Gedanken und es ist ein großes Geschenk. Edward genießt es sichtlich und schlussendlich hat ihn ein anderes Kind darauf aufmerksam gemacht, dass sie auch noch Zeit mit ihm verbringen wollen.

Der Tag geht in den Abend über und jemand hat Essen geholt. Die Eltern unterhalten sich, während die Helfer noch immer basteln, mit dem Esel durch den dunklen Wald wandern oder kleine Betten aufstellen, um die müdesten unter ihnen die Möglichkeit zum Schlafen zu geben. Um Mitternacht herum, würden wir mit Laternen durch den Wald wandern, bevor wir es ausklingen lassen.

Isas Sicht:

Ich habe irgendwann das Tragetuch umgebunden, damit Louis in Ruhe schlafen kann und ich die Hände frei habe, um mit Levi zu basteln, oder mich mit einem Kaffee zu unterhalten. Es macht unglaublich viel Spaß, einen Tag mit Freunden zu verbringen und den Kindern dabei zuzusehen, wie sie den Tag mit dem Nikolaus verbringen, Spaß haben und lauthals lachen können. Am Abend wird es immer ruhiger, denn die Hälfte der Kinder haben sich in den behelfsmäßigen Betten schlafen legen lassen, während die anderen nun ruhig weiter spielen.

Gegen halb zwölf wecken wir schlussendlich alle Kinder und das gefällt ihnen gar nicht. Auch Levi nicht, denn er schreit wie am Spieß und ich muss sogar Louis an Rosalie weiterreichen, damit ich Levi fest an meine Brust drücken kann. Er ist nun mal extrem anstrengend, wenn wir ihn nachts wecken müssen oder er wach wird, aber ich konnte und wollte ihn auch nicht wach halten, wenn alle anderen schlafen. Ich laufe mit ihm im Arm ein wenig auf und ab, streiche ihm durch das Haar und küsse ihn auf die Schläfe. Ich erzähle ihm leise, was wir jetzt noch vor haben und langsam verstummt er.

Eine Stunde später...

Levi hat es schlussendlich Spaß gemacht, die Laterne in der Hand zu halten und dann durch den Wald zu stampfen. Aber am Ende liegt er erschöpft in seinem Bett und schlummert tief und fest. Die Haustür geht auf und Edward kommt mit dem Kleidersack in der Hand herein.

Na Nikolaus?“, necke ich ihn und gehe langsam auf ihn zu. Er schmollt mich zwar wieder neckisch an, aber legt die Hülle zur Seite, um mich in seine Arme zu ziehen. Ich hülle mich in seine Wärme, genieße seine Berührung.

Endlich ist dieser Tag zu Ende.“, nuschelt er in mein Haar.

Louis hat dich erkannt.“, kichere ich, als wir uns noch für einen Moment auf die Couch niederlassen.

Zum Glück hat es Levi nicht bemerkt.“, erwidert er, als er mich wieder in die Arme nimmt.

Ich liebe dich, Edward Cullen.“, sage ich ehrlich und küsse ihn, bevor er auch nur eine Antwort geben kann.


Ich liebe dich, Isabella Swan.“, antwortet er, als er sich von mir löst.

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