Buch vs. Film | Gedankenkarussel #1

Haay :),

ich habe heute zum Anlass genommen, dass heute Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe auf DVD rauskommt, um mit euch mal über das Thema Buch vs. Film anzuschneiden. Dieses werde ich dann unter dem Thema Gedankenkarussel auflisten.

Viele Filme beruhen auf die Idee von Büchern. An sich nicht verkehrt, aber vom Buch zum Film geht immer viel verloren. Szenen werden verworfen, andere Szenen verändert und anders dargestellt. Das hat aber alles einen Grund. In einem Film kannst du nicht so viel reinpacken, wie in ein Buch. Daher wird beim Drehbuchschreiben einiges auf der Strecke bleiben. Leider ist es für Liebhaber der Bücher leider genau die Szenen, die du gerne auch im Film gesehen hättest. Das führt schnell dazu, obwohl du das Buch geliebt hast, dass du den Film einfach nur schrecklich findest. Das kann ich auch wirklich verstehen. Mir geht es bei dem einen oder anderen Film auch so.

Ich möchte an einem Beispiel mal verdeutlichen, was ich meine. Ihr kennt sicherlich alle Biss zum Ende der Nacht von Stephenie Meyer. Wer nicht, sollte vielleicht nicht weiterlesen.
Im Buch stehen die Cullens und ihre Freunde den Volturis gegenüber. Alles wegen Renesmee die Halbvampirin. Alice zeigt Aro in einer Version, dass Renesmee niemanden etwas tut und eine Zukunftsversion von ihr.
Im Film dagegen sieht man einen Kampf, wo die Volturis verlieren. Plötzlich stehen sich auch Alice und Aro gegenüber und es wird klar, dass der Kampf nur eine Version dessen war, was passiert, wenn die Volturi auf seine Meinung bestehen.

Für viele wird diese Veränderung der Geschichte nicht schön sein. Denn vielen gefällt die Version im Buch. Aber im Film hätte dieses Ende nicht funktioniert. Man ist oft der Meinung, dass man Drama, Action und Kämpfe in Filmen braucht und deswegen haben sie sich diese Idee mit dem Kampf in der Version ausgedacht. Ich persönlich habe kein Problem damit, weil es die Geschichte an sich nicht verändert, denn der Ausgang bleibt der gleiche, aber die Action ist gegeben (ich hätte sie nicht gebraucht).
Dies ist für mich eher eine positive Veränderung der Geschichte.

Wollen wir für mich auch ein schlechtes Beispiel anführen, um daran zu erklären, warum ich die Meinungen verstehen kann, die die Filme von Büchern nicht leiden können.
Vielen ist sicherlich auch die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier bekannt, auch hier wird gespoilert, also nicht weiterlesen, wer die Bücher oder Filme nicht gelesen oder geschaut hat.
Im dritten Teil suchen Gwen und Gideon nach Antworten, was die Prophezeihungen auf sich hat. Was ihnen vorherbestimmt scheint. Im Buch scheint das genau der richtige Zeitpunkt zu sein, denn es spitzt sich immer mehr zu.
Im Film suchen sie schon im ersten Teil nach Antworten. Die Prophezeihung scheint sich auch schon da zu erfüllen. Also wurden Dinge aus dem dritten Buch im ersten Film aufgegriffen, was zu großen Verzerrungen der Geschichte führt.
Ein weitere Stelle, die überhaupt nicht übereinstimmt, ist das Ende des dritten Buches. Im Buch stirbt weder Gideon noch Gwen. Im Film sterben beide, Gwen erwacht und reist dann in die Vergangenheit, um Gideon zu retten. Also eine etwas große Veränderung, für ein wenig mehr Action.

Bei der Edelstein-Trilogie habe ich auch so meine Probleme, die Filme zu mögen, aufgrund das ich die Bücher kenne. Diese Veränderungen haben den ganzen Verlauf der drei Bücher verändert. Natürlich erkennst du den jeweiligen Band im Film wieder, aber das Vorwissen verändert sich.
Dazu muss ich aber auch sagen, wenn ich objektiv die Filme betrachte. Ich die Bücher vergesse, sind die drei Filme ganz gut dargestellt. Die Schauspieler passen meiner Meinung nach zu den Rollen, der Witz und die Geschichte gefallen mir richtig gut. Da kann ich sogar den dritten Teil gut finden.

Das möchte ich auch mit diesem Post sagen. Natürlich ist es eine Sache, wenn man die Bücher gelesen hat und hört, dass das Buch verfilmt wird. Du freust dich. Denkst, die schönsten Szenen, endlich auf der Leinwand sehen und dann ist es nicht so wie du glaubst. Das wirkt ernüchternd und der Film gefällt dir nicht.
Aber es sollte einem klar sein, dass sich der Film nie so darstellen lässt, wie du es im Buch gelesen hast. Manches entspricht einfach der Fantasy und der Drehbuchautor hat etwas ändern müssen, um es für den Film machbar zu machen.

Also mein Tipp ist: Entweder du liest das Buch erst, nachdem du den Film gesehen hast, denn dieser Übergang findet niemand so schrecklich, wenn man den Film toll fand.
Oder du solltest die Bücher soweit vergessen, dass du objektiv den Film betrachten kannst. Natürlich kann es einem objektiv betrachtet gefallen, aber subjektiv ist es immer noch ein Reinfall, aber das ist menschlich. Das ist deine eigene Meinung, die ich auch nicht kritisiere, aber ich finde, es wird noch immer viel zu schnell gesagt, der Film gefällt mir nicht, weil es nicht so wie das Buch ist. Man sollte sich aber bewusst machen, wieso ist es anders.

Ich möchte euch nochmal meine Meinung zu diesem Thema erläutern, denn die könnte doch recht interessant für euch sein, nachdem ich dieses erläutert habe. Ich bin nämlich selbst nicht davon befreit. Ich denke auch häufig, der Film ist Mist, denn im Buch haben sie es doch so oder so gemacht. Bei der Edelstein-Trilogie finde ich es sehr schwer, objektiv zu sagen, der Film an sich ist gut. Jedes zweite Mal rege ich mich darüber auf, wie sie es so verändern konnten. Bei der Biss Reihe dagegen finde ich es eher eine schöne Ergänzung und denke gar nicht daran.

Die Meinungen sind unterschiedlich, wollte nur mal erklären, dass man es auch aus einer anderen Perspektive betrachten könnte. Aber das ist jedem freigestellt.

Die sich auch heute Fifty Shades of Grey – Gefährliche Liebe besorgen und anschauen, viel Spaß :) Meine DVD ist noch auf dem Weg und werde vielleicht erst am Wochenende dazu kommen. Oder ich werfe meinen Plan morgen über Bord und mache einen Marathon aus 1 und 2 :D Mal schauen :) Euch noch einen schönen Donnerstag :)

Lg Jeanne Dawn


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